Zur Hauptnavigation springenZum Hauptinhalt springen

"CSU soll Hetzkampagne gegen Windkraft endlich aufgeben"

ödp-Bezirksrat Olaf Heinrich: Regenerative Energien jeder Art sinnvoll

Bezirksrat Olaf Heinrich reagiert auf die Forderung von MdB Gerlinde Kaupa, es solle Energie aus Biomasse stärker gefördert werden als solche aus Windrädern. "Frau Kaupa sollte sich lieber für einen schnellstmöglichen Umbau unserer Energieerzeugung einsetzen, statt wie viele ihrer Parteifreunde immer wieder die Windkraft zu verunglimpfen", fordert der ödp-Bezirksrat.

 

"Gerade die dramatischen Bilder aus den bayerischen Hochwassergebieten vor wenigen Wochen, und jetzt aktuell die Katastrophe in New Orleans sollten eines offensichtlich werden lassen: Wir müssen von Kohle, Gas und Öl so schnell wie möglich wegkommen. Der Klimawandel ist in vollem Gange. Daher müssen regenerative Energien noch viel stärker ausgebaut und weiter gefördert werden", argumentiert Bezirksrat Olaf Heinrich aus Freyung.

 

Beim Umbau der Energieerzeugung in Deutschland sei ein "ausgewogener Mix aus allen umweltfreundlichen Energieerzeugungsarten" erforderlich. Dazu zählen nach Meinung des ödp-Politikers neben der Wasser- und Solarenergie natürlich auch Biomasse und Biogas, aber genauso auch die Windenergie. "Hier wird von der CSU immer wieder gegen die Windenergie gehetzt, anstatt ein Nebeneinander der verschiedenen Erzeugungsweisen zu unterstützen. Natürlich ist es in unserer Region sinnvoll, noch stärker auf Biomasse und Biogas zu setzen. Das hält das Geld in der Region, bringt neue Arbeitsplätze und unterstützt die bäuerliche Landwirtschaft. Andererseits kann und muss die Windenergie auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zum Umstieg auf kohlendioxidarme Stromerzeugung leisten", so Heinrich.

 

Als "schon ein wenig dreist" bezeichnet Olaf Heinrich, dass die CSU sich immer wieder mit dem hohen Anteil regenerativer Energien in Bayern schmücke, aber verschweige, dass sie auf den verschiedensten politischen Ebenen die Förderung derselben bekämpft habe. "Man muss schon klarstellen, dass die Staatsregierung im Bundesrat Initiativen gegen die Förderung von Photovoltaik gestartet hat, und dann die Abgeordneten vor Ort bei den Einweihungen von Anlagen in die Kamera grinsen. Auch im Bezirkstag hat die CSU gerade vor wenigen Monaten eine Windkraftanlage verhindert. All das zeigt, dass hier schon ein echtes Umdenken erst einsetzen muss: Ja zu mehr nachwachsenden Rohstoffen, hin zu mehr Solarenergie, Windenergie und Biomasse" argumentiert ödp-Bezirksrat Heinrich. Das Ziel der Politik müsse sein, "dass das Geld nicht mehr nach Saudi-Arabien fließt, sondern an die Bauern der Region. Ob sie den Strom aus Gülle, Windkraft oder Sonneneinstrahlung gewinnen, ist zweitrangig".