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ÖDP auf Informationsbesuch im Säge- und Hobelwerk Resch

Neureichenau. Dass Waldwirtschaft und verarbeitende Betriebe eine Symbiose zugunsten einer Wertschöpfung vor Ort eingehen, davon überzeugten sich kürzlich ÖDP-Mitglieder im Säge- und Hobelwerk Resch in Schachtlau bei Neureichenau. Der Unternehmer Johann Baptist Resch führte die Gruppe zwei Stunden durch die gesamte Anlage, wobei Angestellte extra zu späterer Zeit noch arbeiteten, um auch wirklich die Tätigkeiten und Vorgänge realistisch demonstrieren zu können. Ein hervorragend eingespieltes Team von 22 Angestellten und Arbeitern sorgt für einen reibungslosen Betriebsablauf. „Die Mühlen wurden stillgelegt und durch ein Wasserkraftwerk ersetzt, das heute immerhin 40 % des im Betrieb benötigten Stromes liefert“, erklärte der Firmeninhaber. Für die Trocknungsanlage habe man ein Heizwerk, natürlich gespeist durch Hackschnitzel. Resch erzählte auch über sein Engagement in Sachen Nahwärme. „Die erste Anlage dieser Art habe ich in Neureichenau geschaffen, wobei die Firma die gesamte Infrastruktur gebaut hat“, erklärt Resch. Mittlerweile ist er in mehreren Orten Partner für die Nahwärmeerzeugung. Die Zusammenarbeit mit den Kommunen Jandelsbrunn, Büchlberg und Freyung sei sehr gut, auch mit den Lieferanten des benötigten Rohstoffes, wie beispielsweise mit den Staatsforsten oder der Waldbauernvereinigung, klappe hervorragend. Die ÖDP-Mitglieder hatten viele Fragen und wollten zum Beispiel wissen, welche Baumarten vorzugsweise verarbeitet werden und welche Firmen zu den Abnehmern des Schnittholzes zählen. Hier teilte der Unternehmer mit, dass vor allem regionale Firmen seine Produkte kaufen, wobei oft kurzfristig Bestellungen eingehen, sodass das Lager immer gefüllt sei. Im Durchschnitt werden pro Woche etwa 500 Festmeter Holz eingeschnitten. Wie man erfahren konnte, lag der Rekord am Tag des Besuchs sogar bei über 200 Festmeter. „Bei den Hölzern ist die Tanne im Kommen“, meinte Resch, der auch betonte, dass der Klimawandel in der Holzwirtschaft durchaus spürbar sei. Die Zielrichtung ist Starkholz in den Holzarten Fichte, Tanne, Buche und teils Douglasie. Nachhaltiges Wirtschaften und Wertschöpfung vor Ort seien ihm sehr wichtig, betonte der Sägewerksbesitzer, und hier waren die ÖDP’ler vollkommen seiner Meinung.

Der ÖDP-Ortsvorsitzende von Waldkirchen Erwin Pauli und Kreisvorsitzende Renate Ruhland bedankten sich bei Johann Baptist Resch für die interessante und abwechslungsreiche Führung mit einem Buchgeschenk. Nach der Betriebsbesichtigung trafen sich der Unternehmer, einige Angestellte sowie die ÖDP-Gruppe noch zu einem gemütlichen Beisammensein mit angeregten Gesprächen im Gasthaus Sitter in Riedelsbach.



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Bericht auf ÖkologiePolitik.de
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