13.11.2017

ÖDP nominiert Kandidaten für Landtags- und Bezirkstagswahl 2018

Michael Köberl aus Freyung und Brigitte Baueregger aus Viechtacht treten als Direktkandidaten an

Schönberg. Auf ihrer Versammlung im Hotel „Antoniushof“ in Schönberg haben die Mitglieder der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) ihre Kandidaten für die Wahlen 2018 zum Landtag und Bezirkstag im Stimmkreis Regen/Freyung-Grafenau nominiert. Neben zahlreichen Vertretern aus den beiden Landkreisen begrüßte Kreisvorsitzende Renate Ruhland auch den Kreisvorsitzenden aus Regen Peter Kirmis und den Bezirksvorsitzenden und Bezirksrat Urban Mangold aus Passau. Dieser wurde auch zum Versammlungsleiter gewählt, dem der Wahlausschuss aus Manfred Wiktorin und Elisabeth Tesche zur Seite stand.

Als Direktkandidat für die Landtagswahl wurde Michael Köberl aus Freyung vorgeschlagen und einstimmig in geheimer Wahl gewählt. Köberl unterrichtet seit 2004 am Gymnasium Freyung, ist Fachbetreuer für Geschichte und Sozialkunde und Mitarbeiter in der Schulleitung. Der 42jährige ist verheiratet und hat bereits bei den letzten beiden Kommunalwahlen für die ÖDP kandidiert. Köberl sprach sich vor allem dafür aus, demokratische Strukturen zu stärken und die Partizipation der Bevölkerung am politischen Prozess zu fördern. „Die CSU-Landtagsfraktion hat versucht, durch eine Änderung des Kommunalwahlrechts kleinere Parteien, zugunsten der CSU, zu benachteiligen. Nachdem in einer Anhörung die meisten Experten die Rückkehr zum Auszählverfahren nach d’Hondt abgelehnt haben, schlägt die Fraktion ein anderes Verfahren vor. Dieses wird bei der Bundestagswahl angewandt, aber für kleine Parteien ist es gegenüber dem derzeit gültigen Modus immer noch ungünstiger“, erklärte Köberl.

Für die Bezirkstagswahl wird Brigitte Baueregger aus Viechtach als Direktkandidatin antreten. Die Realschullehrerin i.R. ist seit 2009 Mitglied bei der ÖDP und Kreisrätin in der vierköpfigen Kreistagsfraktion im Landkreis Regen. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. „Mir liegt der Erhalt der Natur und ein sorgsamer Umgang mit den natürlichen Ressourcen sehr am Herzen“, betonte Baueregger. Sie teilte auch mit, dass sie sich sehr für einen öffentlichen Personennahverkehr in unserer Region einsetzt und sich auch intensiv für die Waldbahn engagiert habe.

Neben den beiden Direktkandidaten wurden auch zwei Bewerber für die Wahlkreisliste im Bezirk Niederbayern für die Landtags- und Bezirkstagswahl nominiert. Diese Liste soll im März nächsten Jahres auf dem ÖDP-Bezirksparteitag aufgestellt werden. Aus dem Landkreis Freyung-Grafenau wählte die Versammlung Erwin Pauli aus Waldkirchen für die Bezirkstagsliste, als Listenkandidat für die Landtagswahl wird Günter Iglhaut aus Geiersthal, Elektromeister und seit 1993 bei der ÖDP, antreten. Beide Kandidaten sind sowohl in ihren Kommunalparlamenten als auch im Kreistag vertreten. Iglhaut hob hervor, dass man das Alleinstellungsmerkmal der ÖDP, keinerlei Spenden von Firmen anzunehmen, stärker in den Fokus rücken müsse. Erwin Pauli sprach sich für ein nachhaltiges Wirtschaften auf allen Ebenen und einen konsequenteren Schutz des Klimas aus.

Nach den Wahlen ging Urban Mangold noch auf das aktuelle Volksbegehren „Betonflut eindämmen – Damit Bayern Heimat bleibt!“ ein und teilte mit, dass derzeit bereits 13.000 von den benötigten 25.000 Unterschriften gesammelt worden seien. „Man sieht, dass der Zuspruch in der Bevölkerung enorm ist und dass die Menschen den ungehemmten Flächenverbrauch ablehnen“, so Mangold. Entgegen dieser Meinung treibe die CSU, allen voran der „Heimatminister“ Markus Söder, die Zerstörung der Landschaft voran. „Dies zeigt sich darin, dass nun im Landtag der Landesentwicklungsplan geändert wurde, womit auch dort vermehrt Gewerbegebiete entstehen können, wo sie bisher nicht genehmigungsfähig waren“, kritisiert Mangold. Zusätzlich sei der Alpenplan ausgehebelt worden, sodass schützenswerte Gebiete am Riedberger Horn mit einer Skischaukel bebaut und damit zerstört werden können.