ÖDP besucht Hofmolkerei Wilhelm

Ortverband Freyung informiert sich am Bio-Bauernhof

Freyung. „Mit dem Milchhäusl fing alles an“, so begann Heidi Wilhelm ihre Ausführungen. Eine stattliche Gruppe von Interessierten war auf Einladung der ÖDP Ortsvorsitzenden Elisabeth Tesche gekommen, um die Hofmolkerei Wilhelm & Sohn in Kronwinkel zu besichtigen. Die Besucher erfuhren von Sohn Wilhelm Junior, dass dort seit August 2016 täglich 30-40 l Rohmilch vom Kunden selbst gezapft werden.

Der Teil der Milch, den Familie Wilhelm pasteurisiert, wird am Hof zu Frischmilch, Natur- und Fruchtjoghurt und Käse verarbeitet und auch in Lebensmittelmärkten in der näheren Umgebung angeboten. Abnehmer sind ebenfalls Gasthäuser und Hotels, die ihre Gäste gerne mit frischen Biomilchprodukten nach dem Motto „Nah und gut“ verwöhnen.

Seit November 2017 ist der Familienbetrieb biozertifiziert. Die Kühe werden nur mit Heu, Rüben, Silo und etwas Kraftfutter gefüttert. Die Wiesenflächen werden biologisch d.h. mit Mist, Gülle, Kalk und zurückhaltend mit Stickstoff gedüngt. In regelmäßigen Abständen wird der Biomilchhof von zwei unabhängigen Instituten kontrolliert, ob alle Vorgaben eingehalten werden.

Renate Ruhland wollte wissen, wie viele Milchkühe  welche Milchmenge geben. Der junge Landwirt konnte natürlich alle Fragen beantworten: von den 70 Milchkühen geben jeweils 60 gerade Milch, 10 dürfen sich vor dem Kalben „erholen“. Der Ertrag ist ca. 7000 l Milch pro Woche, wovon ein Drittel am Hof verarbeitet wird. Die natürliche Fettmenge von 3,6-3,8 % bleibt erhalten. Da es noch viel Handarbeit gibt, z.B. das Zuschrauben von Flaschen und Gläsern, Aufkleben und Überhängen der Produktinformation ist die Familie Wilhelm gut mit Arbeit ausgelastet. Die übrigen zwei Drittel der Milchmenge werden an andere Molkereien geliefert.

Die ÖDP Besucher zeigten sich erfreut, dass mit der Hofmolkerei Wilhelm & Sohn Biomilchprodukte wohnortnah produziert und vermarktet werden. „Die Prinzipien der nachhaltigen Landwirtschaft und der kurzen Wege für wertvolle Lebensmittel sind uns sehr wichtig,“ so Günter Deininger von der ÖDP Waldkirchen.

Neben dem Milchvieh gab es Kälber jeder Größe, einen Esel, Hasen und Enten auf dem Hof der Familie Wilhelm, was besonders die beiden jüngsten Besucher (3 und 5 Jahre) begeisterte.

Am Ende der Führung durften alle die schmackhaften Produkte probieren und schließlich bedankte sich Elisabeth Tesche im Namen der Besucher bei Familie Wilhelm für die interessanten Informationen und die Verkostung.

Bei der anschließenden Ortsvorstandssitzung der ÖDP Freyung im Frongahof Böhmzwiesel kam auch das Volksbegehren gegen den Flächenfraß zur Sprache. „Das von der ÖDP mitinitiierte Volksbegehren wurde trotz der mehr als 480000 Unterstützer von der Staatsregierung abgelehnt. Wir sind gespannt, wie der Bayerische Verfassungsgerichtshof entscheiden wird,“ so der stellvertretende Ortsvorsitzende Michael Köberl.

Während des gemütlichen Ausklangs im Gasthof wies Kreisrat Erwin Pauli auf das neue Volksbegehren der ÖDP hin „Rettet die Bienen, Vögel und Schmetterlinge – stoppt das Artensterben“, ein Anliegen, das sicher auf breite Resonanz stoßen werde.

Elisabeth Tesche, ÖDP Ortsvorsitzende Freyung


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